Zahnerhaltung (M.Sc.)

Restauration - Parodontologie - Endodontie - Prävention und Kinderzahnmedizin

Ziel des weiterbildenden Masterstudiengangs Zahnerhaltung an der FAU ist es, die bestehende Lücke in der zahnärztlichen Weiterbildung im Bereich der Zahnerhaltung durch ein universitäres postgraduales Ausbildungsangebot zu schließen.

Der Masterstudiengang Zahnerhaltung befähigt die Absolventinnen und Absolventen zur adäquaten zahnärztlichen Diagnostik und selbstständigen Durchführung aller zum Zahnerhalt notwendigen, auch anspruchsvollen Behandlungen.

Steckbrief

Abschluss
Master of Science
Zugang
Qualifikationsfeststellungsverfahren
Regelstudienzeit
5 Semester
Unterrichtssprache
vollständig auf Deutsch
Fakultät
Medizinische Fakultät
Studienbeginn
Wintersemester
Größe
<25
Besondere Studienformen
Weiterbildungs-/berufsbegleitender Studiengang
Besondere Hinweise

Studiengebühren pro Semester: im Moment 4000,- € zahlbar jeweils zu Semesterbeginn plus Einschreibe-/Rückmeldegebühren der FAU von im Moment 82,- € pro Semester.

Studiengang im Detail

Worum geht es im Studiengang?

Der Studiengang Zahnerhaltung ist ein berufsbegleitender Weiterbildungsstudiengang mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.). Er bietet eine klinisch orientierte Ausbildung nach den aktuellsten evidenzbasierten Standards und entsprechend der Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Während des Studiums werden die Bereiche der Restaurativen Zahnerhaltung, der Parodontologie, der Endodontologie sowie der Präventiv- und Kinderzahnmedizin in Theorie und Praxis vermittelt. Die Regelstudienzeit beträgt 5 Semester.

Zentraler Bestandteil des Studiengangs ist die Arbeit an und mit Patientenfällen aus der Praxis. Die praktische Tätigkeit setzt jedoch die Einbettung der klinischen Fälle in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext voraus, der in den entsprechenden Modulen erarbeitet wird.

Dabei wird in Vorlesungen Wissen vermittelt, das deutlich über die während des Studiums der Zahnmedizin vermittelten Grundlagen hinausreicht. Regelmäßige Fallpräsentationen und -besprechungen schulen den Transfer und ermöglichen den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Die entsprechenden klinischen Fälle werden entsprechend eines Fallkataloges dokumentiert, als Präsentationen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Trainingskurse mit Demonstrationen und Hands-on-Übungen in Simulationen ergänzen die Lehrformate und ermöglichen die Weiterentwicklung Optimierung klinischer Techniken und Fertigkeiten.

Der Masterabschluss stellt einen weiteren, höheren berufs- und forschungsqualifizierenden Abschluss im Bereich der Zahnmedizin dar. Die Absolventinnen und Absolventen weisen mit der Masterprüfung nach, dass sie auf dem Gesamtgebiet der Zahnerhaltung vertiefte Fachkenntnisse erworben haben und als klinisch selbstständig arbeitende Zahnärztinnen und Zahnärzte mit fundiertem wissenschaftlichen Hintergrund in der Lage sind, komplexe klinische Situationen zu lösen soweit neue Wissens- und Anwendungsgebiete zu erschließen und zu entwickeln. Die Qualifikation als M.Sc. der FAU Erlangen-Nürnberg stellt ein für Patientinnen und Patienten erkennbares Qualitätsmerkmal dar.

In den ersten vier Semestern werden die Fächer der Zahnerhaltung gelehrt: Restaurative Zahnerhaltung, Parodontologie, Endodontie, Präventive und Kinderzahnmedizin. Im fünften Semester folgt die Masterarbeit. Während des Semesters finden jede Woche Vorlesungen und klinische Fallbesprechungen statt, die im Hybridformat durchgeführt werden. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Patientenbehandlung, die in der eigenen Praxis durchgeführt wird. Dabei soll in jedem der vier Fächer ein vorgegebener Behandlungskatalog erfüllt werden. Die Fälle werden nach vorgegebener Form dokumentiert sowie in den Fallbesprechungen durchgenommen und diskutiert. Pro Semester gibt es jeweils freitagnachmittags 2-3 Hands-on Kurse, deren Termine vorab festgelegt werden.

Die Prüfungen werden anhand der Falldokumentationen als Falldiskussionen durchgeführt.

Fallpräsentationen Montags ab 8:30 – 9:00 Uhr.

Theorieunterrichts Montags ab 17.00 Uhr.

Praktische Kurse in der Regel Freitags.

Die Referentinnen und Referenten kommen aus der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des Universitätsklinikums Erlangen. Es werden aber auch externe, in ihrem Fachgebiet ausgewiesene Expertinnen und Experten sprechen.

INHALTE DER EINZELNEN MODULE

Modul Restaurative Zahnerhaltung

Themen (Theorie):

Allgemeinmedizinischen Aspekte bei der zahnärztlichen Behandlung und Verhalten im Notfall

          Karies – Diagnostische Herausforderungen, Hilfsmittel und therapeutische        Konsequenzen

          Der adhäsive Verbund und Fehlervermeidung bei der Adhäsivtechnik

          R2-Technik

          Die Kunst der ästhetischen Restauration

          Komposite aus materialwissenschaftlicher Sicht

          Biokompatibilität vs. Zytotoxizität von Dentalmaterialien

          Die Versorgung nicht-kariöser Zahnhartsubstanzdefekte

          Indirekte Restaurationen – Konzepte, Präparation und digitaler Workflow

          Indirekte Restaurationen – Indikationsbezogene Materialauswahl

          Der Zahn der Zeit: Neuanfertigung oder Reparatur?

Themen (Praktischer Teil):

Kompositschichttechnik

Margin Elevation: R2 – Technik

Digitaler Workflow bei Indirekten Restaurationen

ReferentInnen:

Prof. Dr. Kerstin Galler, Erlangen

Prof. Dr. Matthias Pelka, Erlangen

PD Dr. Michael Taschner, Erlangen

PD Dr. Eva Maier, Erlangen

PD Dr. Jose Zorzin, Erlangen

PD Dr. Julia Lubauer, Erlangen

Dr. Ella Ohlsson, Erlangen

Dr. Anton Pelka, Leipzig

Prof. Dr. Cornelia Frese, Heidelberg

Prof. Dr. Roland Frankenberger, Marburg

Modul Endodontologie

Themen (Theorie):

          Pulpabiologie und Pathologie

          Diagnostik und Behandlungsplanung

Übersicht über die endodontische Therapie:

          Vorbereitung der endodontischen Behandung

          Vitalerhaltende Maßnahmen

Endodontische Zugangskavität

Wurzelkanalaufbereitung

Obturation

          Endodontische Sekundärbehandlung

Fehlervermeidung bei der endodontischen Behandlung

Dentale Traumatologie – Verletzungsarten

Dentale Traumatologie – Therapie

Postendodontische Versorgung

Themen (Praktischer Teil)

          Einweisung in des Operationsmikroskop und Endodontische Zugangskavität

          Wurzelkanalaufbereitung

          Obturation

          Postendodontische Versorgung

ReferentInnen:

Prof. Dr. Kerstin Galler, Erlangen

PD Dr. Christine Berthold, Erlangen und Regina, Kanada

PD Dr. Eva Maier, Erlangen

PD Dr. Jose Zorzin, Erlangen

Dr. Bernard Bengs, Berlin

Dr. Ralf Schlichting, Passau

Prof. Dr. Matthias Widbiller, Regensburg

Dipl. Stom. Michael Arnold, Dresden

Modul Präventive und Kinderzahnmedizin

Themen (Theorie):

Prophylaxe und Prävention im Erwachsenenalter und im hohen Alter

Orale Manifestationen von Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Anatomie im Milch- und Wechselgebiss, Entwicklungsstörungen und Anomalien

Kariesverteilung/ Epidemiologie

ECC und Kariesdiagnostik, Fluoride in der Kinderzahnmedizin, Non-invasive Verfahren der Kariestherapie (SDF)

FUs und IPs, Fissurenversiegelung

Trockenlegung, Matrizentechnik und Füllungstherapie im Milch- und Wechselgebiss

Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH)

Endodontische Maßnahmen im Milch- und Wechselgebiss

Anästhesie, Sedierung und ITN in der Kinderzahnmedizin

Trauma im Milch- und Wechselgebiss

Psychologische Verhaltensführung, Kommunikation und Elternmanagement

Themen (Praktischer Teil):

Restaurationen im Milchgebiss

Kommunikation und Ritualisierte Verhaltensführung, Lachgas Schnupperkurs

ReferentInnen:

Prof. Dr. Kerstin Galler, Erlangen

Prof. Dr. Matthias Pelka, Erlangen

PD Dr. Michael Taschner, Erlangen

PD Dr. Eva Maier, Erlangen

Prof. Dr. Cornelia Frese, Heidelberg

Prof. Dr. Jan Kühnisch, München

Prof. Dr. Norbert Krämer, Gießen

PD Dr. Nelly Schulz-Weidner, Gießen

Modul Parodontologie

Themen (Theorie):

Patientenanamnese, Patientenaufklärung, Dokumentation und rechtliche Aspekte

Ätiologie und Pathogenese: Strukturbiologische Grundlagen, Biofilm und Host Response

Klassifikation der Parodontitis, Diagnostik, Dokumentation und Behandlungsplanung

Möglichkeiten der nicht-chirurgischen Parodontitistherapie: Antiinfektiöse Therapie, systemische und lokale Antibiose

Reevaluation, Nachsorge (Unterstützende Parodontitistherapie) und Therapie spezieller Erkrankungsformen

Indikationsstellung, Planung und Umsetzung parodontalchirurgischer Verfahren: resektive und regenerative Maßnahmen

Plastisch-ästhetische Parodontalchirurgie (Rezessionen)

Parodontitis und Allgemeingesundheit

Alles vererbt? – Genetische Aspekte von Häufigem und Seltenem in der PA

Schnittstelle Parodontologie und Prothetik: Implantation und Zahnersatz im PA-geschädigten Gebiss aus prothetischer Sicht

Schnittstelle Parodontologie und Kieferorthopädie: Gemeinsame Behandlungsplanung bei komplexeren Fällen

Themen (Praktischer Teil):

Supra- und subgingivale Instrumentierung

Parodontalchirurgische Übungen I (am Schweinekiefer)

Resektive und regenerative Parodontalchirurgie

Parodontalchirurgische Übungen II (am Schweinekiefer)

Plastisch-ästhetische Parodontalchirurgie

ReferentInnen:

Prof. Dr. Kerstin Galler, Erlangen

Prof. Dr. Matthias Pelka, Erlangen

PD Dr. Julia Lubauer, Erlangen

Prof. Dr. Lina Gölz, Erlangen

PD Dr. Anna Seidel, Erlangen

Prof. Dr. Ines Kapferer-Seebacher, Innsbruck

Prof. Dr. Philipp Sahrmann, Basel

Prof. Dr. Yvonne Jockel-Schneider, Würzburg

Restaurative Zahnerhaltung, Parodontologie, Endodontie, Präventive und Kinderzahnmedizin.

  • abgeschlossenes Studium der Zahnmedizin mit deutscher Approbation
  • mind. 1 Jahr Berufserfahrung

  • berufsbegleitendes Studiengangskonzept teilweise auch Online-Präsenz möglich
  • einziger Standort mit diesem Angebot
  • Leitlinienorientierte Fallbesprechungen
  • wissenschaftliche Vertiefung beruflich erworbener Kompetenzen

Vertieftes Erlernen eines breiten Fächerspektrums der Zahnerhaltung

Bewerbung zum Studium

Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung

Die folgenden Informationen richten sich an deutsche Bewerbende sowie Bildungsinländer/-innen. Für internationale Studieninteressierte können abweichende Regelungen und Fristen gelten.

Zugang

  • Master: Qualifikationsfeststellungsverfahren

Sprachkenntnisse

Voraussetzungen für Master

Die Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengangs sind

  1. die deutsche Approbation als Zahnärztin bzw. Zahnarzt
  2. eine mindestens einjährige qualifizierte berufspraktische Erfahrung als Zahnärztin bzw. Zahnarzt und
  3. das Bestehen des Qualifikationsfeststellungsverfahrens.

sh. Studienordnung https://www.doc.zuv.fau.de//L1/PO/Med/Zahnerhaltung/konsolidierte_Fassungen/Weiterbildungsstudiengang_Zahnerhaltung_StuPO_ZahnE_20250131.pdf

Details und Anmerkungen

Die Zugangsvoraussetzungen https://www.med.fau.de/studium/master-zahnerhaltung/#collapse_4 und das Bewerbungsverfahren https://www.med.fau.de/studium/master-zahnerhaltung/#collapse_5 werden auf der Webseite des Studiengangs beschrieben.

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