Hochleistungsrechnen: 15 Millionen für Ausbau der KI-Ressourcen am NHR

Gruppenfoto mit 5 Herren in Anzügen.
Modell der neuesten Generation von Hochleistungsrechnern, wie sie aus den Fördermitteln finanziert werden. V.l.: Dr. Renke Deckarm (Europäische Kommission – Vertretung in München), Prof. Dr. Joachim Hornegger (FAU), Staatsminister Huber Aiwanger, Prof. Dr.-Ing. Bernhard Grill, Dr. Frederik Nagel, beide Fraunhofer IIS. (Bild. Fraunhofer IIS/Paul Pulkert)

Die KI-Forschung am Standort Erlangen erhält neuen Schub: Ganze 30 Millionen Euro Fördermittel sollen in die Weiterentwicklung digitaler Signalverarbeitung mittels generativer künstlicher Intelligenz fließen. Die Hälfte der Summe wird am Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) für den Aufbau von KI-Rechenressourcen und deren Betrieb investiert. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger übergab jetzt zwei Förderbescheide. 

In dem Projekt „DSgenAI“ (Digitale Signalverarbeitung mittels generativer Künstlicher Intelligenz) arbeiten drei bayerische Fraunhofer Institute unter Leitung des Erlanger Fraunhofer IIS zusammen an neuen KI-Lösungen für Anwendungsgebiete wie Sprachmodelle, Sprach- und Audiocodecs sowie 6G-Mobilfunksysteme.

Das Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen (NHR@FAU) spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Projekts. Die Förderung erlaubt es, KI-Rechenpower in Form von mehr als 300 GPUs der neuesten, energieeffizienten Generation von KI-Beschleunigern bereitzustellen. Damit soll das Training von großen Sprachmodellen mit acht Billionen Token in weniger als vier Wochen realisiert werden. Mit über 12.000 Terabyte Speicherkapazität können umfangreiche multimodale Trainingsdaten verarbeitet werden. Der Ausbau dieser Recheninfrastruktur wird mit einem Budget von 15 Millionen Euro unterstützt und vollständig aus EU-Mitteln, dem Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), finanziert.

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